Freitag, 3. Mai 2013

Zu welchen Themen möchte ich posten?


Im Folgenden möchte ich einen kurzen thematischen Überblick über die Posts geben, die ich in den nächsten Wochen und Monaten publizieren möchte. Mein Ziel ist es, dabei in einen intensiven Austausch mit einer interessierten Community zu treten, die durch ihr Feedback die geäußerten Ideen verbessert, Denkfehler aufdeckt und neue Ideen einfließen lässt. Jede Kritik ist willkommen, Spam oder Beleidigungen jedoch nicht.


Damit bin ich auch schon beim ersten Thema. Software wird von Menschen erstellt. Wie gut oder auch wie schlecht diese Menschen zusammenarbeiten entscheidet oft über die Qualität des Produktes. Entwickler, die gerne an die Arbeit gehen, die sich in einem Team wohl fühlen, die gemeinsam lernen und diskutieren, sind produktiver und kreativer als ihre vereinzelten und drangsalierten Kollegen. Ich möchte gerne die Mechanismen aufdecken, unter denen man eine solche kreative, achtungsvolle Atmosphäre gestalten kann. Meine erste These und mein erstes Thema ist – Menschen, die sich wohl fühlen, Menschen, die geachtet werden, schaffen beachtliche Software.

Weiterhin machte ich die Bekanntschaft mit Softwareentwicklungen, in denen irgendeine Idee von Softwareentwicklern umgesetzt wurde, zu deren Inhalten keine fachliche Kompetenz zur Verfügung stand. Es gab keine guten fachlichen Anforderungen, die die Grundlage für eine herausragende und wirklich zu gebrauchende Softwarelösung hätten bilden können. Die Kommunikation zwischen fachlichem, analytischem und umsetzungstechnischem Wissen war oft in erheblicher Weise gestört. Deshalb lautet meine zweite These – Gute Software benötigt gute fachliche Anforderungen.

Oft verschloss die isolierte Betrachtung eines Problems jedoch den Blick auf eine umfassendere, besser an die allgemeinen Arbeitsbedingungen angepasste Lösung. Das wirkliche Durchdringen des Umfeldes, in dem die Software wirksam wird, öffnet die Augen für optimierte Prozesse, für schlankere Lösungen und bessere Schnittstellen. Diese Tätigkeit betrachte ich unter dem Begriff der Systemkontextanalyse. Meine dritte These ist somit – Systemkontextanalyse öffnet die Augen für optimale Software.

Eine umfassende Systemkontextanalyse und gute Anforderungen sind die Grundlage für optimal funktionierende Software. Das Innere der Software kann jedoch immer noch ein konfuser Haufen Spaghetticode sein. Eine gut kommunizierte Architektur kann hier Wunder wirken. Ordnung und Struktur sowie gemeinsames Lernen und gemeinsame Diskussion führen zu erstaunlichen Ergebnissen. Auch später werden sich Entwickler finden, die gerne bereit sind, Hand an die Software zu legen, ohne den inneren Drang zu verspüren, alles in den Mülleimer zu werfen. Deshalb meine vorerst letzte These – Gut kommunizierte Software ist ein Segen für die Zukunft.

Bestimmte Themen, die ich auch für sehr wichtig halte, habe ich in den Thesen nicht erwähnt. Sie werde ich in jedes meiner Themen einfließen lassen. Der Prozess der Softwareerstellung muss ein geplanter sein, deshalb wird immer wieder das Thema Projektmanagement auftauchen. Das Vorgehen sollte dabei agil sein. Wir werden immer dazu lernen, und es wird sich immer wieder etwas ändern. Sehr wichtig wird auch das Thema der Qualität sein. Alle geschaffenen Artefakte, alle geschaffenen Produkte sollten eine möglichst hohe Qualität besitzen. Wirkliche Softwareentwicklung sollte sich einer "quick and dirty-Produktion" verweigern.

Ich hoffe, dass die folgenden Posts Anregungen für eine intensive Diskussion sind, und vielleicht ergibt sich noch vieles mehr daraus. Das würde ich mir jedenfalls wünschen, und ich freue mich schon auf Eure Beiträge.

Erweiterung der Ideen zum Posten:
folgender Post dieses Themas

1 Kommentar:

  1. Ich kann die oben genannten Thesen nur unterstützen. Zusätzlich mache ich gerade die Erfahrung, dass die gemeinsamen Gespräche im Rahmen der Softwareerstellung unheimlich bereichernd und teamfördernd sind. Also wir sitzen 2x am Tag zu ca. 90 Min. mit 3-5 Leuten um einen Beamer und diskutieren die beste Lösung. Und erstaunlicherweise hat in keinem der bisherigen Sitzungen ein Einzelner die vollständige Lösung parat. Es ist wirklich das Team, was die beste Lösung schafft. Also nochmals absolute Zustimmung. Vielleicht übernehmen immer mehr Firmen dieses "Manifest".

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